Wirkungen verstehen und feststellen

Der Begriff der Wirkung ist zentral für die auf diesen Seiten präsentierte Wissensbasis und das dahinter stehende Forschungsprojekt TransImpact. Seine möglichst genaue Definition und Operationalisierung sind deshalb besonders wichtig.

Genau dies versuchen Matthias Bergmann, Martina Schäfer und Thomas Jahn in einem aktuellen Arbeitspapier. Ihr Ansatz dabei ist, eher von der „Wirksamkeit“ anstatt der „Wirkung“ transdiszplinärer Forschung zu sprechen. Dadurch wollen sie das „statische Moment“ überwinden, das in „Wirkung“ steckt, und den Blick stattdessen auf das Potenzial für Wirkungen lenken, das in jedem Forschungshandeln liegt.

Entscheidend für ihre Annäherung daran, was dieses Potenzial ausmacht und wie es entsteht, ist eine Strukturierung des Diskurses über Wirksamkeit entlang von drei Dimensionen: einer analytischen, einer normativen und einer operativ-transformativen. Mit dieser aus dem Nachhaltigkeitsdiskurs bekannten Struktur diskutieren sie Fragen danach, was Wirkungen überhaupt sind, welche als wünschenswert gelten sollen und wie Forschende diese erzielen können? Vor diesem Hintergrund stellen Bergmann, Schäfer und Jahn ein heuristisches Modell vor, das eine Unterscheidung möglicher Formen und Grade von Wirkungen erlaubt.

Ihr Modell basiert auf der Annahme, dass Wirksamkeit sowohl über "einen qualitativ hochwertigen Forschungsprozess als auch über die Erarbeitung qualitativ hochwertiger Forschungsergebnisse erzielt werden kann“. Dabei betonen die drei AutorInnen, dass sie hier nicht von einer „direkten Kausalität“ ausgehen. Gemäß dem Ziel von TransImpact wollen sie ihr Modell vielmehr dazu nutzen, aus der Beobachtung und Auswertung von transdisziplinären Forschungsprojekten "konkrete Vorgehensweisen abzuleiten, mit denen in Forschungsprozessen ein möglichst großes Potenzial für Wirkungen aufgebaut werden kann".

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